Tipps zum Zungenspiel für Saxophon und Klarinette!

Alles, was du nie über Stärke, Schnitte, Klang und Haltbarkeit erfahren hast!

Jeder Saxophonist oder Klarinettist kommt irgendwann an diesen Punkt der Frustration: Deine Finger fliegen, aber deine Zunge bleibt auf der Strecke. Du hast das Gefühl, dass die Artikulation “schwer” ist, dass der Klang perkussiv oder schmutzig ist, und wenn du versuchst, schnelle Passagen zu spielen, fällt deine Koordination auseinander.

Beweglichkeit der Zunge und ein sauberes Staccato sind der “Heilige Gral” der Holzblasinstrumente mit einfachem Rohrblatt. Ob du nun klassische Musik spielst (wo Präzision und Leichtigkeit gefragt sind) oder Jazz und Funk (wo Swing und Akzentuierung gefragt sind), die Beherrschung der Zunge ist ein Muss. ndjdm msliejjnsjs

In diesem Artikel gehen wir auf die physikalische Mechanik der Artikulation, häufige Fehler und eine bewährte Übungsroutine ein, um deine Zunge schneller und sauberer zu machen. Wir haben auch eine Noten zum Herunterladen damit du Spaß hast und gleichzeitig an deiner Zungentechnik arbeiten kannst.

Die Physik des Stakkatos: den Mechanismus verstehen

Bevor wir versuchen zu laufen, müssen wir verstehen, wie der Motor funktioniert. Ein häufiger Denkfehler ist die Vorstellung, dass die Zunge das Rohrblatt “anschlägt”, um den Ton zu erzeugen. Das ist falsch.

Die Luftsäule ist König

Das grundlegende Prinzip ist folgendes: die Luft darf niemals stehen bleiben.

Stell dir einen aufgedrehten Gartenschlauch vor, durch den Wasser unter Druck fließt. Wenn du deine Hand schnell durch den Strom führst und damit den Fluss unterbrichst, fließt das Wasser mit demselben Druck weiter; du unterbrichst es nur kurz.

Auf dem Instrument ist deine Luftsäule das Wasser und deine Zunge ist die Hand. Das Ziel ist, dass die Zunge als Ventil fungiert, das die Schwingungen des Rohrblattes freigibt oder stoppt, aber der Luftdruck des Zwerchfells muss konstant bleiben. Wenn du die Luft mit deiner Kehle abschneidest oder zwischen den Noten aufhörst zu blasen, wird der Klang abgehackt, verstimmt und langsam.

Die richtige Position: “tip to tip”

Um Beweglichkeit zu erreichen, brauchen wir Effizienz. Die Bewegung muss mikroskopisch klein sein. Bei Einblattinstrumenten wie dem Saxophon und der Klarinette heißt die effizienteste Standardtechnik normalerweise “tip to tip” (obwohl dies je nach Anatomie leicht variieren kann).

Wie positioniere ich die Zunge?

Der vordere Teil deiner Zunge (in der Nähe der Spitze, aber nicht die scharfe Kante) sollte die Spitze des Rohrblattes berühren. Die Zunge sollte sich nur auf und ab bewegen (oder leicht vor und zurück). Viele Fachleute empfehlen, dass die Seiten der Zunge die oberen hinteren Backenzähne leicht berühren. Dadurch wird die Zunge “verankert” und verhindert, dass sich die gesamte Muskelmasse bewegt, so dass nur die Spitze arbeiten kann.

Denke an die Silbe “Di” oder “Ti”. Bei der Silbe “Ta” neigt die Zunge dazu, zu hart zu schlagen. Bei der Silbe “Di” bleibt die Zunge hoch und die Bewegung leicht.

Häufige Fehler, die deine Geschwindigkeit beeinträchtigen

Wenn du merkst, dass deine Zunge schnell ermüdet oder “stecken bleibt”, machst du wahrscheinlich einen dieser Fehler:

  • 1. Kieferbewegung: Beobachte dich in einem Spiegel, während du Stakkato spielst. Bewegt sich dein Kinn? Wenn die Antwort ja lautet, “kaust” du den Ton. Der Kiefer muss unbeweglich sein. Wenn du deinen Kiefer bewegst, setzt du große, langsame Muskeln ein, anstatt die Beweglichkeit der Zunge zu nutzen.
  • 2. Unwillkürliche “Schlag”-Gestik: Das passiert, wenn du die Zunge zu weit von der Stimmzunge wegziehst und sie mit Kraft zurückschlägt, wodurch ein “klatschender” Klang oder ein Vakuum entsteht. Halte die Zunge gefährlich nah an der Stimmzunge, auch wenn du nicht artikulierst.
  • 3. Zunge zu schwer: Wenn du mit der Zungenmitte statt mit der Zungenspitze artikulierst (was bei Anfängern häufig vorkommt), wird der Klang dumpf und langsam. Denk daran: Je weniger Fläche der Zunge das Rohrblatt berührt, desto schneller und sauberer wird das Staccato.

Praktische Übungen, um Geschwindigkeit und Klarheit zu gewinnen

Hier ist eine Übung, die du in deine tägliche Praxis einbauen kannst (10-15 Minuten).

Übung 1: Legato-staccato (Luftbewusstsein)

Spiele eine C-Dur-Tonleiter (oder eine deiner Wahl) in Viertelnoten (negras).

  1. Spiel es erst einmal komplett undeutlich (Legato). Spüre den konstanten Druck der Luft.
  2. Nun wiederhole es, während du dich artikulierst, aber Stell dir vor, du spielst immer noch Legato. Lass die Zunge das Rohrblatt nur ganz sanft berühren, um die Vibration zu unterbrechen, ohne den Luftstrom zu stoppen. Das Ziel ist, dass die Klangqualität bei Staccato und Legato identisch ist.

Übung 2: Unterteilungen mit Metronom

Stellen Sie das Metronom auf 60 BPM. Wähle eine angenehme Note (z.B. das mittlere G). Spiele, während du die Luft konstant hältst:

  • 4 Viertelnoten, 8 Achtelnoten, 12 Triolen und 16 Sechzehntelnoten. 

Wiederhole diesen Zyklus und erhöhe dabei die Geschwindigkeit des Metronoms um jeweils 2 Punkte. Wenn du Verspannungen in deinem Hals oder deiner Zunge bemerkst, verringere die Geschwindigkeit. Geschwindigkeit ist ein Nebenprodukt der Entspannung.

Übung 3: Rhythmen mit Sprüngen

Das Üben von linearen Tonleitern im Staccato kann mechanisch werden. Probiere Muster aus Terzen oder Arpeggien mit Staccato aus. Beispiel: C-E-D-F-E-G... (alle mit der Zunge). Das zwingt dich dazu, die Zunge mit den Fingern zu koordinieren, woran die meisten Menschen scheitern.

Der Ausrüstungsfaktor: Rohrblätter und Mundstücke

Manchmal ist es nicht allein deine Schuld. Die Ausrüstung spielt eine entscheidende Rolle bei der Artikulationsreaktion.

Reeds zu hart: Wenn du eine sehr harte Stimmzunge verwendest, ist der Widerstand höher. Du brauchst mehr Kraft, um die Schwingung zu stoppen, und mehr Luft, um sie wieder in Gang zu setzen, was das Staccato verlangsamt. Wenn sich die Zunge schwer anfühlt, versuche es mit einer halben Stufe weniger.

Das Schilf ist zu weich: Sie schließen sich leicht unter Zungendruck, wodurch ein “flacher” Klang entsteht.Das Mundstück: Mundstücke mit einer sehr geschlossenen Mundstücköffnung erleichtern ein schnelles Staccato (weniger Weg für das Rohrblatt), während sehr offene Mundstücke mehr Muskelkontrolle erfordern.

Unterschiede zwischen Klassik und Jazz

Es ist wichtig, den Stil zu definieren. In der Klassik ist ein knackiges, kurzes und leichtes Stakkato (secco) gesucht wird. Die Silbe ist “Ti” oder “Tu”. Im Jazz und in der Moderne wird oft das “Legato-Tonguing” oder “Doodle-Tonguing” verwendet. Die Zunge streichelt das Rohrblatt kaum, wodurch eine weiche und kontinuierliche Artikulation entsteht. Die Silbe ist eher wie ein “Du” oder “Da”. Um jedoch an Beweglichkeit zu gewinnen, solltest du zuerst das saubere, klassische Staccato beherrschen. Es ist einfacher, eine saubere Technik zu “verschmutzen”, um Jazz zu spielen, als eine schmutzige Technik zu bereinigen, um klassisch zu spielen.

Letzten Endes ist Geduld der Schlüssel, denn niemand entwickelt über Nacht eine schnelle Zunge. Die Zunge ist ein Muskel und muss trainiert werden, also übe langsam, stelle die Klangqualität über die Geschwindigkeit, halte den Luftstrom konstant und entspanne den Kiefer. Wenn du nur 10 Minuten jeder Übungsstunde ausschließlich der Artikulation widmest, wirst du innerhalb weniger Wochen drastische Veränderungen bemerken: Dein Klang wird klarer und deine schnellen Sätze werden richtig lebendig.

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Viel Spaß beim Lesen! 
Odisei Musik Team

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